IXDREAM – Interview – Rheinzeitung

….ein Koblenzer zwischen Trance und Dance

Koblenz – Köln – Engelskirchen
Das Showgeschäft kennt er gut, hat schon viele Stars ins rechte Licht gerückt und für den guten Ton gesorgt.

Als Tourleiter war Ixdream mehrere Jahre unterwegs im Musikgeschäft. Er hat für Madonna, David Copperfiel, Andre Rieu, Thomas Anders, Nena, Grönemeyer und viele Gruppen mehr hinter den Kulissen für den erfolgreichen Auftritt, den Ton und für das Licht gesorgt. “Ich habe dabei genau hingeschaut, mir viele Gedanken gemacht und mir vor allem viel Wissen angeeignet.” So war der Koblenzer ständig auf der Suche nach guten Sounds, hat sich mit Psychoakustik beschäftigt, sich bei Fachleuten aus der ganzen Welt über seinen Studiobau informiert.

Mit Elektronik und Computern hat der heute 38-Jährige seit seinem 14. Lebensjahr zu tun. In der ehemaligen Disco “Extra Dry” sorgte er dann regelmäßig sonntags mit DJ Fräggel für ein volles Haus. “Es war die Zeit Anfang der 90er, als wir gerade Nena hinter uns hatten. Die Musik wurde verspielter und elektronischer. Das gefiel mir.”

Klöckner interessierte sich immer mehr für Musik, Licht und Entertainment. Er legte selbst auf und entdeckte eine weitere Leidenschaft, den Tanz. Kleine, selbst produzierte Klangcollagen folgten.

Die positive Reaktion seiner Umwelt ließ den Glauben an sich selbst wachsen, und er begann während seiner Tourzeit konsequent auf sein Ziel hinzuarbeiten: das eigene Studio. Kein einfaches Unterfangen: “Das war hart, aber eine sehr gute Schule. Vor allen Dingen hatte ich ja ein Ziel, das hat mir geholfen”, sagt er.

Nach vielen Überlegungen wurde der Studiobau angegangen. “Ich wollte wirklich genau wissen, was ich da mache und was zur Optimierung zu tun ist.” Übers Internet mit vielen Profis weiterhin in Kontakt, entwickelten sich auch seine musikalischen Vorstellungen weiter. In Projekten mit anderen Musikern entstanden Titel wie “The Crow”, der im Internet in vielen Charts der Renner wurde und sogar auf einigen ersten Download-Plätzen landete. Andere Produktionen trafen ebenso genau ins Ohr – und wurden als zugkräftiges Intro für Webseiten verwendet.

Heute fühlt sich Frank Michael Klöckner an einem sehr kreativen Punkt in seinem Leben, die Musik drängt förmlich aus ihm heraus: “Früher hab ich einen Monat komponiert und Instrumente gesucht. Heute finde ich – nach dem minutiösen, exakten Technik-Setup und natürlich dem jahrelangen Üben – teilweise die Songs in drei bis vier Tagen fertig vor mir. Traumhaft! Dass sich das Komponieren seit Wagner oder Mozart so entwickelt hat und ich heute in Sekunden das höre, was mir meine Musik-Seele leise zuflüstert, ist einfach toll.”

Dabei baut er seine Produktionen interessanterweise nicht über einzelne Instrumente auf, sondern spürt danach, welche Frequenzen dem Song noch fehlen – wohl eine Arbeitsweise, die von der DJ-Tätigkeit herrührt. Den oft eher monotonen elektronischen Rhythmusteilen setzt er gerne von Hand gespielte, lebendige Elemente entgegen.

Sein nächstes Ziel ist die professionelle Produktion eines Dance-Hits. “Ich will da keine halben Sachen machen. Dieses Stück soll wirklich beeindrucken.” Daher ist er auch sehr sorgfältig in der Auswahl der Mitstreiter. Vor allem sucht er nach tollen Stimmen, männlich wie weiblich, und nach Talenten, die das Projekt in anderer Form weiterbringen, mit Soundideen oder Texten. “Technik vom Feinsten ist vorhanden, auch das auf vielen wirklich großen Produktionen erworbene Know-how, jetzt kann es richtig abgehen.”

Sein Traum ist, bei diesem Dance-Hit auch selbst auf der Bühne zu stehen und all seine Talente zu zeigen: den Musiker, den Produzenten und den Tänzer. Neben diesem großen Ziel vergisst er aber auch seine Arbeit für die Gemeinschaft nicht. Für junge Leute, die ihre eigenen Songideen in einem Demo verwirklichen wollen, ist die Tür zum Studio auch immer noch geöffnet.

Wolfgang Lucke

Link: http://archiv.rhein-zeitung.de/on/09/05/27/magazin/szeneregional/t/rzo574329.html?fbclid=IwAR0vWvacH4nOdIs5GDTglGHiXT8zoey1bGoNQaeTJi5qpa9KPqdZcEJF8Po

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